1.Call

Vorwort

Im Folgenden wird der Bewerbungsprozess für Fördermittel, die für das rECOmine-Bündnis (im Programm „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“) beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) vorgehalten werden, beschrieben.

Insgesamt stehen dem Bündnis 6,5 Millionen Euro an Fördermitteln für die Umsetzungsphase bis zur einer Zwischenevaluierung zur Verfügung. Davon sind bereits eine Million Euro in drei Startprojekte festgelegt, die sich mit der Vorbereitung der rECOmine-Entwicklungsstandorte, dem Aufbau des rECOmine-Bündnisses sowie dessen Organisation (Calls, Beirat, etc.) und anstehenden Transferaufgaben befassen. Zusätzlich laufen über die Startprojekte alle strategischen Entwicklungen wie die Einrichtung eines Projektbüros, die Anbindung und die Nutzbarmachung weiterer Fördertöpfe sowie die Planung und die Durchführung aller zugehörigen Meetings und Dienstleistungen (bspw. die Entwicklung einer Kommunikationsplattform).

Die verbleibenden 5.5 Millionen Euro werden in diesem und in einem weiteren Call für Verbundprojekte festgelegt. Im Falle einer positiven Zwischenevaluierung des Bündnisses durch das BMBF (Ende 2021) besteht die Möglichkeit, weitere Mittel (bis zu 8.5 Millionen Euro) für rECOmine zu gewinnen.

Im Nachfolgenden erhalten Sie alle wichtigen Informationen zum Ablauf des Bewerbungsprozesses und den Regeln. Bitte beachten Sie, dass die Anträge am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf e.V. (HZDR) in der zentralen Abteilung für Programmplanung und Internationale Projekte entgegengenommen, formal geprüft und an den Beirat, den Projektträger Jülich (PTJ) und das BMBF weitergeleitet werden. Eine sonstige interne oder externe Weiterleitung erfolgt nicht. Alle Projektskizzen werden von der zentralen Abteilung für Programmplanung und Internationale Projekte des HZDR vertraulich behandelt. Es ist das rECOmine-Gliederungsschema in Form einer vorgegebenen PDF-Datei zu verwenden:

Projektinhalte

Die Inhalte der eingereichten Projektskizzen sollten sich in die rECOmine-Vision eingliedern. Ziel ist es, innovative technische Projekte mit Bezug zu Altlastenproblematiken (Grubenwasser, Schlacken, Halden) an der Schnittstelle zwischen Umwelt-, Ressourcentechnologie und Industrie 4.0 zu entwickeln, die an rECOmine-Entwicklungsstandorten im Erzgebirge ausprobiert und weiterentwickelt werden können und am Weltmarkt nachgefragt sind. Dabei sollen Umweltprobleme gelöst werden, aber auch disperse Rohstoffquellen verfügbar gemacht werden.

Gleichzeitig sollen aber auch nicht-technische Projekte mit Bezug auf die gesellschaftlichen Fragestellungen der Region im Hinblick auf Bergbauabfälle entwickelt werden. Im Idealfall ergänzen diese die technischen Lösungsansätze und Fragestellungen mit gesellschaftlichen Ideen und Innovationen. Generell sollen die geförderten rECOmine-Projekte Impulse für eine strukturelle Entwicklung in der Zielregion setzen und eine Wirkung über die Projektlaufzeit hinaus generieren.

Entwicklungsstandorte

Wenn Sie im Vorfeld Bedarf an Informationen, Begehungen oder sonstigen Unterstützungsleistungen hinsichtlich der geplanten Entwicklungsstandorte haben, kontaktieren Sie bitte unser rECOmine-Koordinationsteam unter recomine@hzdr.de.

Call- und Projektvolumen

Da Ihre individuellen Projektideen im Vordergrund stehen sollen, möchten wir Sie so wenig wie möglich beschränken. Daher wurde in der Beiratssitzung diskutiert, keine allgemeine maximale Grenze an Fördervolumen für rECOmine-Projekte festzulegen. Der Beirat strebt an, dem BMBF vor der Zwischenevaluierung etwa 8 bis 10 Projekte zur Förderung zu empfehlen. Die dazu zur Verfügung stehende Summe liegt bei 5.5 Millionen Euro. Je nach Quantität und Qualität der Anträge kann die Zahl der durch den Beirat empfohlenen Projekte jedoch variieren.

Der erste rECOmine-Call wird mit etwa 5 Millionen Euro ausgestattet. Diese Summe wird in zwei Einreichungsterminen festgelegt werden. Erster und Zweiter Einreichungstermin des ersten Calls werden mit ca. 2.5 Millionen Euro Fördervolumen gleichermaßen ausgestattet sein.

Ziel ist es, den Institutionen und den Ideen, die noch längere Vorarbeiten und Gespräche benötigen, Zeit zu geben und den Fördertopf noch nicht zu Beginn auszuschöpfen. Die verbleibende Summe von etwa 500.000 Euro sowie etwaige Restmittel des ersten Calls sollen in einem zweiten Call ausgeschrieben werden.

Förderempfehlung durch den Beirat

Der unabhängige Beirat begutachtet alle formal richtigen und rechtzeitig eingegangenen Projektskizzen, mit dem Ziel, die stärksten Projekte mit den deutlichsten Impulsen für die Region (wirtschaftlich wie gesellschaftlich) im Sinne der rECOmine-Vision herauszufiltern und eine Förderempfehlung an PTJ und BMBF auszusprechen.

Die „Allgemeinen Bestimmungen für die Partnerinstitutionen“ enthalten eine detaillierte Beschreibung des Einreichungsprozesses in rECOmine. Durch Unterzeichnung der Mitwirkungserklärung, akzeptieren Sie diese allgemeinen Bestimmungen. Bitte schicken Sie die ausgefüllte Mitwirkungserklärung an recomine@hzdr.de.

Die Bewertung durch den Beirat erfolgt anhand transparenter Bewertungskriterien, welche auf der WIR!-Förderrichtlinie und dem rECOmine-Konzept basieren.

Anhand der individuellen Projektskizzenbewertung durch die Beiratsmitglieder, werden die stärksten Projektskizzen nach Punkten ermittelt. Die Beiratsmitglieder stimmen sich im Vorfeld der Beiratssitzung ab und laden dann, je nach Qualität und Quantität der eingereichten Skizzen, einzelne oder mehrere einreichende rECOmine-Partnerinstitutionen zu einer Kurzpräsentation mit anschließender Fragerunde ein (zusammen ca. 15 min pro Projektskizze). 

Im Anschluss entscheidet der Beirat in Form einer Abstimmung demokratisch darüber, welche Projekte dem BMBF zur Förderung vorgeschlagen werden. Die finale Begutachtung und Entscheidung über eine Förderung liegt beim BMBF. Der Bündniskoordinator holt diese Entscheidung beim BMBF ein und informiert die rECOmine-Partnerinstitutionen über die Entscheidung des BMBFs zu den eingereichten Skizzen.

Termine und Fristen

13.12.2019 – 1. Einreichungsfrist des ersten Calls

13.01.2020 – Beiratssitzung in Freiberg (10:00-16:00 Uhr) ggf. mit Kurzvorträgen der Skizzenverantwortlichen

27.03.2020 – 2. Einreichungsfrist des ersten Calls

11.05.2020 – Beiratssitzung in Freiberg (10:00-16:00 Uhr) ggf. mit Kurzvorträgen der Skizzenverantwortlichen

E-Mailadresse zur Einreichung der Projektskizzen: recomine-antrag@hzdr.de

Wir freuen uns auf Ihre Projektskizzen und wünschen Ihnen viel Erfolg.