Charakterisierung und Lage

Die Spülhalde Davidschacht war von 1951 bis 1964 in Betrieb. Sie hat eine Grundfläche von ca. 6,3 ha und ein Volumen von ca. 760.000 m3. Durch die Verarbeitung von Erzen des Freiberger Reviers am Davidschacht wurden in der Spülhalde hauptsächlich Reststoffe der nasschemischen Flotation sowie fein gemahlene Bestandteile des Freiberger Gneises eingespült.

Das Objekt ,,Spülhalde Davidschacht‘‘ gehört zusammen mit der Spülhalde Hammerberg, dem Grobbergedamm und der Grobbergehalde David-Richtschacht zum ehemaligen Bergbaustandort Davidschacht. Die Spülhalde Davidschacht befindet sich im nordöstlichen Stadtrandgebiet von Freiberg unmittelbar am Talhang zur Freiberger Mulde. Zahlreiche Gewerbebetriebe prägen das Bild des Standortes Davidschacht (IBUR, 1995b).

Untersuchungsgegenstände

  • Spülschlämme
  • Sicker-/ Grubenwässer

Historie

Projekte und Aktivitäten auf der Spülhalde

Seit 2012 fanden diverse BMBF-Forschungsvorhaben auf/an der Spülhalde Davidschacht statt. Weitere Projekte laufen in Zuge von recomine gerade an bzw. sind in Planung. Im Folgenden ein Auszug:

  • Projekt SMSB: ,,Gewinnung strategischer Metalle und Mineralien aus sächsischen Bergbauhalden‘‘ als Teil der Fördermaßnahme ,,r³ -Innovative Technologien für Ressourceneffizienz – Strategische Metalle und Mineralien‘‘, 2012 – 2016, Projektkoordination: Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie
  • Projekt ReMining: ,,Anlage zur Wertstoffgewinnung aus sulfidischen Spülhalden und deren umweltgerechte Sanierung‘‘ als Teil der Fördermaßnahme ,,r+-Impuls – Impulse für industrielle Ressourceneffizienz‘‘, Projektkoordination: G.E.O.S. Ingenieurgesellschaft mbH, 2017 - 2021
  • Projekt ReMiningPlus: ,,Anlage zur Wertstoffgewinnung aus sulfidischen Spülhalden und deren umweltgerechte Sanierung‘‘ als Teil der Fördermaßnahme ,,recomine - ressourcenorientierte Umwelttechnologien für das 21. Jahrhundert‘‘, Projektkoordination: G.E.O.S. Ingenieurgesellschaft mbH; Fortführung von ReMining, 2020 – 2023
  • SULTAN Projekt: „Europäisches Ausbildungsnetz für die Sanierung und Wiederaufbereitung von Mülldeponien im Sulfidabbau“, Projektkoordination: Katholieke Universiteit Leuven, Belgien, 2018 –  2022
  • EcoMetals-Projekt: „Innovative umweltschonende Prozesse für die Gewinnung strategischer und seltener Metalle aus primären und sekundären Ressourcen“,   Projektkoordination: Francoise Bodenan (Bureau de Recherches Géologiques et Minières), France, 2013 –  2017
Schadstoffe
As
Pb
Cd
Zn
Ni
Cu
Rohstoffe
Zn
Pb
Cu
Ag
In
Ge

Kontakt und weitere Informationen

 

Daniel Graf

Telefon: +49 3731 39-5041

E-Mail: daniel.graf@saxonia-freiberg.de

 

Standortrelevante Unterlagen