NIRUBIS

Nachhaltige In Situ Ressourcenbewertung und Umweltsanierungsverfahren für die Bergbauregionen in Sachsen

Bergbauhalden weisen häufig eine Umweltgefährdung auf, stellen aber gleichzeitig eine Quelle für Rohstoffen dar, die in vergangenen Zeiten entweder nicht effizient genug aus dem Erz gewonnen werden konnten oder nicht relevant waren, da sie die Industrie nicht benötigte.

Im Projekt NIRUBIS sollen am Beispiel der Bergbauhalde Ehrenfriedersdorf neuartige Messverfahren angewandt und optimiert werden, die es erlauben, eine  Halde in kurzer Zeit zu untersuchen und das Potenzial an Wert- und Schadstoffen zu ermitteln.

Die Datengewinnung erfolgt mit in situ-Messverfahren und Echtzeitverarbeitung der erhobenen Daten. Eine hydraulisch in das Haldenmaterial gedrückte Sonde ermöglicht kontinuierliche Messungen von Elementkonzentrationen durch Röntgenfluoreszenzanalyse. Weitere Messmodule zeichnen hydraulische und geotechnische Parameter der Halde auf. Die gemessenen Elementkonzentrationen werden dafür mit umfassenden mineralogischen sowie partikelbasierten Daten verknüpft, in ein 3D-Modell überführt und geostatistisch unter Berücksichtigung sedimentär zu unterschiedener Körper weiterverarbeitet. Des Weiteren werden anhand von Probenmaterial die eluierbaren und die mittels Bioleaching extrahierbaren Wertmetalle und Schadstoffe quantifiziert. Das Vorhaben wird diese neue Leistungs-kombination als Basis für Verfahren zur in situ-Rohstoffextraktion und zur -Schadstoffrückgewinnung/-immobilisation aus Haldenbereichen entwickeln.

Das Projekt NIRUBIS ermöglicht so ein tiefgreifendes Verständnis von Haldenkörpern und stellt die ökonomische Grundlage für die Machbarkeit der in-situ Rückgewinnung von Wertelementen aus einer Halde dar. Die Übertragbarkeit sowie Skalierbarkeit der Methodik sowohl auf weitere Standorte der Region als auch auf Bergbauhalden weltweit ist das übergeordnete Ziel.

Überblick

  • Laufzeit
    voraussichtlich vom 01.04.2021 bis 31.03.2023
  • Pseudonym
    NIRUBIS
  • Projektart
    Umweltsanierung und Sekundärbergbau auf Althalden

Entwicklungsstandorte

Schadstoffe
As
Wertstoffe
Sn
Li
Mn
W
Pb
Mo

Kontakt

Geccotec GmbH

Axel Oppermann

 

Telefon: +49 (0) 172 5424573

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Aktuelles

Das 72. Freiberger Universitätsforum bietet vom 07. Bis zum 09. Juni ein spannendes Programm über die Transformation zu einer modernen klima- und umweltgerechten Gesellschaft. Das Programm beinhaltet spannende Informationen über Forschungsarbeiten zur Abfallvermeidung und zur Ressourcengewinnung und –Verarbeitung. Mitgliedern und Interessierten des recomine-Bündnis seien die Fachkolloquien FK 2 (Bergbau und Wasser), FK 5 (Technologien zur Gewinnung kritischer Metalle aus primären und sekundären Ressourcen), und das virtuelle Kurzkolloquienprogramm (KK) besonders empfohlen. Das recomine-Koordinationsbüro freut sich auf das spannende Programm!

Im Rahmen der virtuellen Veranstaltung werden die Ergebnisse der gleichnamigen DERA-Auftragsstudie vorgestellt. Die inzwischen dritte Version der Studie „Rohstoffe für Zukunftstechnologien“, die von Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) und Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) überarbeitet wurde, ermittelt den Rohstoffbedarf für 33 Zukunftstechnologien für das Jahr 2040. Treiber für die ausgewählten Technologien sind Megatrends wie Dekarbonisierung und Digitalisierung.

Anmeldung und das Programm zur Veranstaltung finden Sie auf der Veranstaltungsseite: www.rohstoffe-zukunft.de.
Die Teilnahme an der 2,5-stündigen Veranstaltung ist kostenlos.

Das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) wird mit dem Herrn Ministerpräsidenten Michael Kretschmer und interessierten Gästen am 9. September 2021 ab 10.00 Uhr gemeinsam Geburtstag feiern. Die Zahl 10 spielt sowohl für das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf, als auch für das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) eine wichtige Rolle. Denn neben der 10-jährigen Zugehörigkeit des Zentrums zur Helmholtz-Gemeinschaft, kann das HIF mittlerweile auf 10 sehr erfolgreiche Jahre am Forschungsstandort Freiberg zurückblicken. Am 9. September wird auch das neue Metallurgie-Technikum eingeweiht. Die Entwicklung eines einzigartigen Campus für Ressourcentechnologie und Nachhaltigkeit schreitet am HIF stetig voran. Das HIF möchte diesen Fortschritt feiern und lädt Sie ganz herzlich dazu ein!

Das neue Technikum am HIF. ©HZDR/599Media

Kann das Recycling von Bergbauabfällen zu einem neuen Geschäft werden? Dies war die Hauptfrage, die in dem vom Horizon2020 NEMO-Projekt am 27. April 2021 organisierten Online Event  angesprochen wurde.

Mitschnitt des Event ist hier zu finden: https://www.youtube.com/watch?v=5gKXbOik3dc

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Projektes Nemo (https://h2020-nemo.eu/2021/03/11/recycling-mining-waste-a-new-business-april-27-2021/).

Die Veranstaltung fand in Englisch statt.