ReMiningPlus

Anlage zur Wertstoffgewinnung aus sulfidischen Spülhalden und deren umweltgerechte Sanierung

Bergbau und Erzaufbereitung sind mit dem Anfall von Reststoffen (Berge, Tailings) verbunden, die noch signifikante Konzentrationen von Wertkomponenten enthalten. In Vorgängerprojekten wurden Verfahren zur Biolaugung sowie Wertstoffgewinnung solcher Materialien entwickelt und in den Pilotmaßstab überführt (TRL 5). Innerhalb von ReMiningPlus sollen diese Verfahren zu einem innovativen holistischen Prozess weiterentwickelt werden. Dieser umfasst die Wertstoffgewinnung (In, Zn, Pb, Cu, Co), die Nutzung der inerten Bestandteile (z.B. als Baustoff) und die Beseitigung oder Immobilisierung der Restschadstoffe. Die Kombination resultiert in einer modularen, semi-mobilen Pilotanlage, die am Entwicklungsstandort auf der Davidschachthalde betrieben wird (TRL 6). Für vergleichbare Aufgabenstellungen andernorts kann die Pilotanlage ebenfalls genutzt werden. Damit wird ein Konzept verfolgt, was es in dieser Form noch nicht gibt.

Mit ReMiningPlus wird der Entwicklungsstandort am Davidschacht verwirklicht und ein innovatives Lösungskonzept für die Nachnutzung von Bergbauhalden demonstriert. Die Anlage liefert grundlegende Betriebsdaten, die eine Hochskalierung der Prozesse und eine fundierte Bewertung der Wirtschaftlichkeit und Umweltbilanz ermöglichen. Der Region ermöglicht ReMiningPlus einen Wissensvorsprung in der Planung neuer Sanierungswege für Spülhalden, in der Technologieentwicklung und in dem Bau von Anlagen für die Behandlung bergbaubedingter Rückstände.

Überblick

  • Laufzeit
    voraussichtlich von 01.01.2021
  • Pseudonym
    ReMiningPlus
  • Projektart
    Bergbausanierung

Entwicklungsstandorte

Schadstoffe
As
Cd
Wertstoffe
In
Zn
Pb
Cu
Co

Kontakt

G.E.O.S. Ingenieurgesellschaft mbH

Falk Thürigen

Telefon: +49 3731 369133

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Aktuelles

Das 72. Freiberger Universitätsforum bietet vom 07. Bis zum 09. Juni ein spannendes Programm über die Transformation zu einer modernen klima- und umweltgerechten Gesellschaft. Das Programm beinhaltet spannende Informationen über Forschungsarbeiten zur Abfallvermeidung und zur Ressourcengewinnung und –Verarbeitung. Mitgliedern und Interessierten des recomine-Bündnis seien die Fachkolloquien FK 2 (Bergbau und Wasser), FK 5 (Technologien zur Gewinnung kritischer Metalle aus primären und sekundären Ressourcen), und das virtuelle Kurzkolloquienprogramm (KK) besonders empfohlen. Das recomine-Koordinationsbüro freut sich auf das spannende Programm!

Im Rahmen der virtuellen Veranstaltung werden die Ergebnisse der gleichnamigen DERA-Auftragsstudie vorgestellt. Die inzwischen dritte Version der Studie „Rohstoffe für Zukunftstechnologien“, die von Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) und Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) überarbeitet wurde, ermittelt den Rohstoffbedarf für 33 Zukunftstechnologien für das Jahr 2040. Treiber für die ausgewählten Technologien sind Megatrends wie Dekarbonisierung und Digitalisierung.

Anmeldung und das Programm zur Veranstaltung finden Sie auf der Veranstaltungsseite: www.rohstoffe-zukunft.de.
Die Teilnahme an der 2,5-stündigen Veranstaltung ist kostenlos.

Das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) wird mit dem Herrn Ministerpräsidenten Michael Kretschmer und interessierten Gästen am 9. September 2021 ab 10.00 Uhr gemeinsam Geburtstag feiern. Die Zahl 10 spielt sowohl für das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf, als auch für das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) eine wichtige Rolle. Denn neben der 10-jährigen Zugehörigkeit des Zentrums zur Helmholtz-Gemeinschaft, kann das HIF mittlerweile auf 10 sehr erfolgreiche Jahre am Forschungsstandort Freiberg zurückblicken. Am 9. September wird auch das neue Metallurgie-Technikum eingeweiht. Die Entwicklung eines einzigartigen Campus für Ressourcentechnologie und Nachhaltigkeit schreitet am HIF stetig voran. Das HIF möchte diesen Fortschritt feiern und lädt Sie ganz herzlich dazu ein!

Das neue Technikum am HIF. ©HZDR/599Media

Kann das Recycling von Bergbauabfällen zu einem neuen Geschäft werden? Dies war die Hauptfrage, die in dem vom Horizon2020 NEMO-Projekt am 27. April 2021 organisierten Online Event  angesprochen wurde.

Mitschnitt des Event ist hier zu finden: https://www.youtube.com/watch?v=5gKXbOik3dc

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Projektes Nemo (https://h2020-nemo.eu/2021/03/11/recycling-mining-waste-a-new-business-april-27-2021/).

Die Veranstaltung fand in Englisch statt.