TERZINN

Technologieentwicklung und Erprobung für nachhaltiges Wassermanagement und additive Rohstoffgewinnung am Modellstandort Zinnerzgrube Ehrenfriedersdorf

Die Zielstellung des Verbundprojektes besteht in der Weiterentwicklung und vor-Ort-Erprobung von Verfahren zur Reinigung der aus der Zinnerzgrube Ehrenfriedersdorf austretenden Wässer, insbesondere bzgl. des Arsens. Es soll erreicht werden, dass davon künftig kaum noch negative Umweltauswirkungen ausgehen, um auf diese Weise einen Beitrag zur wirtschaftlichen und sozialen Weiterentwicklung der Region zu leisten. Insbesondere soll auch demonstriert werden, dass Auswirkungen des Bergbaus auf die Wasserqualität mittels modernster Verfahren zur Wasserbehandlung und ein intelligentes Wassermanagementsystem auch für kritische Schadstoffe wie Arsen zu vertretbaren Kosten vermeidbar sind.

Schwerpunktziele des Verbundprojektes sind die Weiterentwicklung von effizienten aktiven und passiven Verfahrensansätzen für die Schadstoffabtrennung/-fixierung sowie für eine Rohstoffgewinnung, die Erprobung einer chemischen-In-situ-As Immobilisierung und die Bewertung der chemischen Stabilität der erzeugten Immobilisate. Weiterhin ist ein umfangreiches hydrochemisches Monitoring vorgesehen, auf dessen Grundlage Systeme für eine automatisierte In-situ-Überwachung der Arsenkonzentration im Grubenwasser und eine KI-basierte Steuerung der Wasserbehandlungsmodule entwickelt werden sollen.  Die technische Zielstellung besteht darin, die Verfahren auf Demonstratorniveau so an die örtlichen Gegebenheiten zu adaptieren, dass eine Abreicherung bei As und bei anderen Wasserschadstoffen um bis zu 90% erreicht werden kann.

Überblick

  • Laufzeit
    voraussichtlich vom 01.04.2021
  • Pseudonym
    TERZINN
  • Projektart
    Nachhaltiges Wassermanagement

Entwicklungsstandorte

Schadstoffe
As
Fe
F
Sulfate
Wertstoffe
REE
Reststoffe
Fe(OH)2

Kontakt

Fraunhofer Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS)

Hans – Jürgen Friedrich

Telefon: +49 351 88815-720

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Aktuelles

Die bolivianische Regierung will Erfolge verzeichnen und hat internationale Unternehmen aufgerufen, die über eine direkte Lithium-Extraktionstechnologie (DLE) verfügen und Pilottests in bolivianischen Salzseen durchführen können, an einer Ausschreibung teilzunehmen.
In der Veranstaltung wird mit kritischem Blick, aus unternehmerischer Sicht der staatlichen Lithiumgesellschaft (YLB), auf die aktuelle sozioökonomische Situation der Lithiumförderung in Bolivien geschaut, was ungewöhnlich, aber für eine Debatte sehr wichtig ist.
Der Referent hat einen Bachelor-Abschluss in Chemie und war vor seinem Master-Abschluss in Nuklearwissenschaft und Technologie (MEPhI) – Moskau/Russland - Leiter des Lithium-Forschungszentrums für Wissenschaft und Technologie in Bolivien.

Wann: Do. den 22. 07. 2021; 7 p. m (CET) 13:00 Uhr (bolivianische Zeit)

Wo: Online, mit Übersetzung (Spanisch – Deutsch – Spanisch)

Referent: Dipl. Ing. Benigno Mamani Cuenca – ehemalige Leiter des Forschungszentrums an der bolivianischen Lithiumgesellschaft (YLB)

Kooperationspartner: Ayni Verein für Ressourcengerechtigkeit e. V. und Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen e. V.

Hintergrund

Bolivien hat Pläne zur Wiederaufnahme der Lithiumgewinnung angekündigt. Mit der Agenda 2021-2025 der Lithium-Industrialisierung will die bolivianische Regierung bis Jahr 2025 wirtschaftliche Erfolge verzeichnen. Hierzu hat die bolivianische Regierung internationale Unternehmen aufgerufen, die über eine direkte Lithium-Extraktionstechnologie (EDL) verfügen und Pilottests in bolivianischen Salzseen durchführen können, an einer Ausschreibung teilzunehmen.
Eine sozioökonomische und ökologische Debatte über den Bergbau in Bolivien und in letzter Zeit über die Industrialisierung von Lithium, wird vorwiegend unter Beteiligung von NGOs, Wissenschaft, Forschungszentren, staatlichen Stellen und der Politik geführt. Ein kritischer Blick auf die aktuelle Situation der Lithiumförderung in Bolivien aus den Unternehmensstrukturen – Techniker und Arbeiter – ist ungewöhnlich und ist aber für eine Debatte sehr wichtig.
Durch authentische Enthüllungen / Eindrücke eines Technikers aus der bolivianischen Lithiumlagerstätte (YLB) kann sich das Publikum über die aktuelle technische, industrielle, sozioökonomische und ökologische Situation der Lithium-Industrialisierung in Bolivien ein besseres Bild machen.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Launch Meeting (zoom)

Das Erzgebirge ist eine Region voller Traditionen. Das stimmt. Das Erzgebirge ist eine Region voller Ideen. Das stimmt auch. Schon seit alters her wird das Erzgebirge geprägt durch Forschergeist und Tatendrang der Menschen.

Wie unser regionales Innovationsbündnis „recomine“ neue Wege im Umgang mit Bergbaualtlasten im Erzgebirge gehen will, lesen Sie hier.

Das Deutsche Forschungsnetzwerk Rohstoffe GERRI sein erstes Positionspapier in der Reihe „Verantwortungsvolle Rohstoffversorgung“ veröffentlicht. Darin wird der Forschungs- und Innovationsbedarf für eine ressourceneffiziente, klimaneutrale und kreislauforientierte Rohstoffwirtschaft aufgezeigt.

Das 72. Freiberger Universitätsforum bietet vom 07. Bis zum 09. Juni ein spannendes Programm über die Transformation zu einer modernen klima- und umweltgerechten Gesellschaft. Das Programm beinhaltet spannende Informationen über Forschungsarbeiten zur Abfallvermeidung und zur Ressourcengewinnung und –Verarbeitung. Mitgliedern und Interessierten des recomine-Bündnis seien die Fachkolloquien FK 2 (Bergbau und Wasser), FK 5 (Technologien zur Gewinnung kritischer Metalle aus primären und sekundären Ressourcen), und das virtuelle Kurzkolloquienprogramm (KK) besonders empfohlen. Das recomine-Koordinationsbüro freut sich auf das spannende Programm!